„Schicken Sie uns bitte ein Fax." Diesen Satz hören Selbstständige und Freiberufler öfter als gedacht – vom Finanzamt, vom Auftraggeber, von der Versicherung oder vom Vermieter. Wer kein Faxgerät hat und auch keines kaufen möchte, kommt mit Online-Fax schnell und günstig ans Ziel.
💡 Kurz zusammengefasst: Die meisten Selbstständigen kommen mit einem Einzelfax-Dienst aus – kein Konto, kein Abo, kein Risiko. Ein Abo mit eigener Faxnummer lohnt sich erst, wenn du regelmäßig Faxe schicken und empfangen musst.
Wofür brauchen Selbstständige ein Fax?
Die häufigsten Anwendungsfälle bei Freelancern und kleinen Unternehmen:
- Dokumente ans Finanzamt (Einsprüche, Fristverlängerungen, Anträge)
- Kündigung von Verträgen (Versicherungen, Telekommunikation)
- Unterschriebene Verträge an Auftraggeber zurücksenden
- Angebote oder Bestellungen in konservativen Branchen
- Meldung bei Berufsverbänden oder Kammern
Wann reicht ein Einzelfax-Dienst?
Wenn du weniger als 10–15 Faxe pro Jahr verschickst und keine eigene Faxnummer brauchst, ist ein Einzelfax-Dienst die wirtschaftlich sinnvollste Lösung. Du zahlst nur dann, wenn du wirklich faxe schickst – ohne monatliche Kosten, ohne Abo, ohne Kündigung.
Gerade beim Finanzamt ist das ideal: Einsprüche oder Fristverlängerungsanträge werden nur selten benötigt – aber wenn, dann sofort. Mit einem Einzelfax-Dienst sendest du in wenigen Minuten ohne Vorbereitung.
Wann lohnt sich ein Abo mit eigener Faxnummer?
Ein monatliches Abo macht Sinn, wenn du:
- eine eigene Faxnummer auf dem Briefpapier oder der Website angeben möchtest
- regelmäßig Faxe von Kunden, Behörden oder Partnern empfangen musst
- mehr als 15–20 Faxe pro Monat sendest
- in einer Branche mit hohem Faxvolumen tätig bist (z. B. Steuerbüro, Kanzlei)
Konkrete Anwendungsfälle nach Branche
Handwerker und Baugewerbe: Auftragsbestätigungen, Angebote und Bauverträge werden in dieser Branche häufig noch per Fax ausgetauscht – besonders bei öffentlichen Auftraggebern oder älteren Geschäftspartnern. Auch Meldungen bei der Berufsgenossenschaft laufen oft per Fax.
Freiberufliche Berater und Coaches: Für den gelegentlichen Einspruch beim Finanzamt, die Kündigung einer Berufshaftpflicht oder das Einreichen von Unterlagen bei Kammern reicht ein Einzelfax vollständig aus.
Ärzte, Therapeuten und Heilpraktiker in eigener Praxis: Überweisungen, Arztbriefe und Kostenvoranschläge an Kassen oder andere Praxen werden vielfach per Fax kommuniziert. Hier kann eine eigene Faxnummer sinnvoll sein.
Online-Händler und E-Commerce: Rückrufe bei Zahlungsdienstleistern, Reklamationen bei Großhändlern oder die Kommunikation mit Zollbehörden verlaufen gelegentlich per Fax. Für sporadische Nutzung reicht ein Einzelfax ohne Konto.
Einspruch beim Finanzamt per Fax – Besonderheiten für Selbstständige
Für Selbstständige ist der Einspruch gegen Steuerbescheide ein besonders wichtiger Anwendungsfall. Die Frist beträgt einen Monat nach Zustellung des Bescheids – und endet genau dann, wenn du es am wenigsten erwartest. Per Fax ist die Frist mit dem Sendebericht sauber dokumentiert, ohne auf die Brieflaufzeit angewiesen zu sein.
Wichtig: Für den Einspruch per Fax reicht der Sendebericht als Nachweis der rechtzeitigen Einreichung. Das Finanzamt akzeptiert Fax als fristwahrende Einreichungsform. Bewahre den Sendebericht mindestens bis zum Abschluss des Einspruchsverfahrens auf.
DSGVO und Datenschutz: Was Selbstständige wissen müssen
Beim Versenden von Kundendaten oder vertraglichen Informationen per Fax gelten dieselben Datenschutzpflichten wie bei E-Mails. Achte darauf, dass der Faxdienst seine Server in Deutschland oder der EU betreibt und DSGVO-konform arbeitet. Im Zweifel: Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) anfragen.
Tipp: Fax als steuerliche Betriebsausgabe
Die Kosten für Online-Faxe sind bei Selbstständigen in der Regel als Betriebsausgabe absetzbar – sowohl bei Einzelfax-Diensten als auch bei Abos. Halte die Belege und Rechnungen der Zahlungen als digitale Belege für die Buchhaltung.
Häufige Fragen
Brauche ich als Selbstständiger eine eigene Faxnummer?
Nicht zwingend. Eine eigene Faxnummer macht Sinn, wenn du regelmäßig Faxe empfangen musst oder sie auf Briefpapier und Website angeben möchtest. Wer nur gelegentlich sendet, kommt ohne eigene Nummer aus.
Kann ich Faxkosten als Betriebsausgabe absetzen?
Ja, Faxkosten (ob Einzelsendung oder Abo) sind als Kommunikationskosten und damit als Betriebsausgabe abziehbar. Bewahre die Zahlungsbelege auf.
Ist Fax sicherer als E-Mail für Vertragsdokumente?
Fax wird über das Telefonnetz übertragen – nicht über das Internet – und ist deshalb schwerer abzufangen als E-Mail. Für besonders sensible Dokumente ist Fax eine akzeptierte Alternative. Für maximale Sicherheit bei Verträgen empfiehlt sich ein Einschreiben oder eine qualifizierte elektronische Signatur.
Sofort faxen – ohne Abo
Für Selbstständige, die nur gelegentlich ein Fax brauchen:
kein Konto, kein Abo, sofort einsatzbereit.
Ab 2,49 € (keine MwSt.) · Bestätigung per E-Mail · DSGVO-konform
Fazit
Für die meisten Selbstständigen und Freiberufler ist ein Einzelfax-Dienst völlig ausreichend. Kein Abo, kein Konto, keine monatlichen Kosten. Nur wenn regelmäßig Faxe empfangen werden müssen oder eine eigene Faxnummer auf Geschäftsunterlagen gewünscht ist, lohnt sich ein Abo-Modell.