Wer ein Medikament braucht, das die Apotheke nicht vorrätig hat, möchte es gern vorher bestellen. Ein Anruf geht schnell, aber Namen von Wirkstoffen, Stärken und Packungsgrößen am Telefon zu buchstabieren, ist fehleranfällig. Ein Fax mit einer Kopie des Rezepts oder einer klaren Bestellliste ist eindeutiger. Doch es gibt eine wichtige Grenze.
⚠️ Wichtig: Ein gefaxtes Rezept ist kein gültiges Rezept für die Abgabe. Verschreibungspflichtige Medikamente gibt die Apotheke nur gegen das Originalrezept oder das E-Rezept heraus. Das Fax eignet sich zur Vorbestellung, nicht als Ersatz.
E-Rezept und Papierrezept
Für gesetzlich Versicherte ist bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln seit 2024 das E-Rezept Standard. Es wird in der Apotheke über die Gesundheitskarte, die E-Rezept-App oder einen Ausdruck mit Code eingelöst. Daneben gibt es weiterhin Papierrezepte, etwa in bestimmten Ausnahmefällen oder bei manchen Privatrezepten. In allen Fällen gilt: Die Apotheke braucht für die Abgabe das Rezept selbst, nicht eine Kopie.
Für Betäubungsmittel gelten noch strengere Regeln mit eigenem Rezeptformular. Hier ist ein Fax als Grundlage für die Abgabe ausgeschlossen.
Wofür das Fax an die Apotheke sinnvoll ist
- Vorbestellung: Die Apotheke sieht genau, welches Medikament in welcher Stärke und Menge gebraucht wird, und kann es bestellen.
- Verfügbarkeit klären: Bei Lieferengpässen kann die Apotheke vorab prüfen, ob es Alternativen gibt, und das mit der Arztpraxis klären.
- Abholung durch Angehörige vorbereiten: Holt jemand anderes das Medikament ab, liegt es schon bereit.
- Nicht verschreibungspflichtige Produkte: Eine Bestellliste für Verbandsmaterial, Pflegeprodukte oder rezeptfreie Arzneimittel.
Fragen Sie am besten kurz in der Apotheke nach, ob sie Vorbestellungen per Fax annimmt und welche Faxnummer dafür gedacht ist. Die Nummer steht häufig auf der Website oder dem Kassenbon der Apotheke.
Was aufs Fax gehört
Datenschutz bei Gesundheitsdaten
Rezepte und Medikamentenlisten sind Gesundheitsdaten und besonders schützenswert. Prüfen Sie die Faxnummer der Apotheke sorgfältig, bevor Sie senden. Schicken Sie nur das, was für die Bestellung nötig ist. SofortFax verarbeitet Dokumente auf Servern in Deutschland und löscht sie nach dem Versand. Mehr dazu im Artikel Faxen und DSGVO.
So faxen Sie die Vorbestellung
- Bestellliste schreiben oder das Rezept fotografieren, nur zur Information.
- Faxnummer der Apotheke prüfen.
- Mit SofortFax senden – hochladen, Nummer eingeben, bezahlen. Ein Fax mit bis zu 5 Seiten kostet 2,49 €.
- Zur Abholung das Originalrezept, die Gesundheitskarte oder den E-Rezept-Code mitnehmen.
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Fax von der Arztpraxis an die Apotheke
Manchmal schlagen Patienten vor, die Arztpraxis solle das Rezept direkt an die Apotheke faxen. Auch hier gilt: Für die Abgabe zählt das Original oder das E-Rezept. Mit dem E-Rezept ist das Thema in vielen Fällen ohnehin einfacher geworden, weil das Rezept digital vorliegt und Sie es in jeder Apotheke einlösen können. Wie Abläufe zwischen Praxis und Apotheke im Einzelfall geregelt sind, etwa bei der Versorgung von Pflegeheimen, klären Praxis und Apotheke untereinander.
Häufige Fragen zum Rezept per Fax
Darf die Apotheke ein Medikament auf ein gefaxtes Rezept herausgeben?
Für verschreibungspflichtige Medikamente braucht die Apotheke das Originalrezept oder das E-Rezept. Ein Fax dient nur zur Vorbestellung.
Kann ich ein E-Rezept faxen?
Das E-Rezept wird über die Gesundheitskarte, die E-Rezept-App oder einen Ausdruck mit Code eingelöst. Fragen Sie Ihre Apotheke, ob sie eine Vorbestellung per Fax annimmt.
Wo finde ich die Faxnummer meiner Apotheke?
Auf der Website der Apotheke, auf dem Kassenbon oder auf Nachfrage vor Ort.
Ist es sicher, ein Rezept zu faxen?
Prüfen Sie die Nummer genau und senden Sie nur, was für die Bestellung nötig ist. SofortFax löscht Dokumente nach dem Versand.
Fazit
Ein Fax an die Apotheke ist praktisch, um Medikamente eindeutig vorzubestellen. Für die Abgabe braucht die Apotheke aber das Originalrezept oder das E-Rezept. Mit SofortFax geht die Vorbestellung in wenigen Minuten raus.